Als niedrigtönendes Flüstern erklingt die Stimme Nazim Hikmets. Er rezitiert in russischer und türkischer Sprache seine Lyrik.
Das Werk ist keine klassische Lesung, sondern eine literarisch-musikalische Avantgarde-Collage. Es entstand im Umfeld von Karpats intensiver Beschäftigung mit Hikmets Werk (er veröffentlichte im selben Jahr auch den begleitenden Essay „Nazim Hikmet: ein säkularer Derwisch“ im Babel Verlag).
Die Textbasis: Verarbeitet werden Gedichte und Textfragmente von Nâzım Hikmet. Die Auswahl konzentriert sich auf die surrealen, zutiefst emotionalen und metaphorischen Dimensionen von Hikmets Lyrik – abseits seiner rein politischen Gedichte. Im Fokus stehen Motive von Isolation, Sehnsucht, Wahrnehmung (die namensgebenden „Augen/Pupillen“) und das transzendente Erleben im Exil oder in Gefangenschaft.
Die akustische Umsetzung: Berkan Karpat agiert als Sprecher, der die Texte teils dekonstruiert, flüstert, rhythmisch deklamiert oder collagiert. Peer Quednau steuert dazu elektroakustische Klanglandschaften (Sound-Scapes), experimentelle Geräuschkulissen und musikalische Texturen bei.
Sprachliche Ebene: Es handelt sich um ein deutschsprachiges Hörwerk, das jedoch durch die klangliche Struktur und Lautmalerei die anatolisch-orientalische Rhythmik von Hikmets Originalversen zu spiegeln versucht.
CD
Babel Verlag München 1998
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CHF 3.50Preis
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