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Inhalt in einem Satz: Eine farbenfrohe, humorvolle und folkloristische Chronik über den Alltag, die Traditionen und die charakterstarken, eigenwilligen Bewohner eines kleinen nordschinesischen Dorfes am Kaiserkanal in den 1930er-Jahren.

 

Die Handlung und Thematik im Detail:

Das Setting: Die Erzählung spielt im ländlichen Nordschinesischen Tiefland, in einem fiktiven Dorf namens Kätzchenweiden direkt am grossen historischen Kaiserkanal. Der Fluss und die ufernahen Weiden prägen den gesamten Rhythmus des Lebens.

 

Keine politische Bitterkeit: Obwohl die Geschichte in einer politisch unruhigen Zeit angesiedelt ist (die 1930er-Jahre vor dem Zweiten Sino-Japanischen Krieg) und der Autor selbst während der Kulturrevolution jahrzehntelang schwerste ländliche Zwangsarbeit leisten musste, verzichtet das Buch auf bittere Abrechnungen.

 

Folkloristisches Panorama: Stattdessen zeichnet Liu Shaotang mit grosser Wärme und deftigem, oft augenzwinkerndem Humor ein ländliches Sittengemälde. Er beschreibt die raubeinigen, aber gutherzigen Schiffer, Bauern, Händler und deren dörfliche Fehden, Liebesgeschichten, Feste und alten Bräuche. Der Stil erinnert stark an klassische chinesische Abenteuerromane, ist sehr lebendig und voller folkloristischer Details.

 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Beijing : Verl. für Fremdsprachige Literatur 1987
  • SC mit 120 S.

Liu Shaotang, Die Leute bei den Kätzchenweiden

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